Geplant war eine lockere Radtour mit möglichst viel Schatten. Zu Beginn lief es gut und ein Schnitt in Richtung 25 km/h schien erreichbar. Doch dann wurde die Runde zunehmend unrund: Erst bremste der Feierabendverkehr, anschließend war eine Brücke gesperrt und ein Umweg musste gesucht werden.
Später führte ein asphaltierter Radweg nicht wie erwartet zurück zur Straße. Stattdessen kostete die Orientierung über Schotterpisten zusätzlich Zeit und Nerven. Nachdem der Rhythmus mehrfach verloren gegangen war, fühlte es sich an, als sei für diese Tour endgültig der Ofen aus.
Dazu kam die große Hitze. Garmin zeichnete durchschnittlich 35 Grad auf, mit Werten zwischen 30 und 38 Grad. Besonders unter dem Helm wurde die Wärme unangenehm und die Beine fühlten sich zunehmend schwer an. So wurde die eigentlich lockere Runde körperlich deutlich anstrengender als geplant.
Mental waren vor allem die ständigen Unterbrechungen frustrierend. Nach jedem Problem musste der Rhythmus neu gefunden und verlorene Geschwindigkeit wieder aufgeholt werden. Spätestens bei der dritten schwierigen Passage war die Motivation weitgehend dahin.
Ein Bild blieb trotzdem besonders hängen: Auf dem letzten freien Streckenabschnitt stand die Sonne genau so, dass sie direkt auf den Weg brannte. Dieser Moment fasste den Tag zusammen – Hitze von oben, schwere Beine und trotzdem weiterfahren.
Die Strecke muss im Nachhinein noch einmal überarbeitet werden, weil einzelne Passagen suboptimal waren. Die zweite Umfahrung funktionierte dagegen gut. Am Ende standen knapp 39 Kilometer und die klare Quintessenz dieses Tages: Locker geplant. Chaos bekommen