2017 fehlten mir nur 36 Kilometer.
Nach 24 Stunden, 18 Runden und 464 Kilometern war ich meinem Ziel so nah wie noch nie. Gleichzeitig zeigte dieses Rennen sehr deutlich, was noch gefehlt hatte. Genau daraus ist die Mission entstanden: Einmal beim 24-Stunden-Rennen am Nürburgring mindestens 500 Kilometer zu schaffen.
Vier Starts am Nürburgring
Meine Geschichte mit dem 24-Stunden-Rennen begann nicht erst 2017:
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2012: 14 Runden
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2014: 16 Runden
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2017: 18 Runden und 464 Kilometer
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2024: 10 Runden und 261 Kilometer
Von 2012 bis 2017 konnte ich mich bei jeder Teilnahme steigern. Die 464 Kilometer waren mein bisher bestes Ergebnis – aber eben noch nicht die 500.
Wie das Fahrrad in den Hintergrund geriet
Während der Coronazeit und unseres gleichzeitigen Hausbaus bin ich fast gar nicht mehr zum Radfahren gekommen. Irgendwann hatte ich gegenüber meinem Wohlfühlgewicht fast zehn Kilogramm zugenommen und fühlte mich zunehmend unfit.
2024 entstand deshalb die Idee, wieder regelmäßiger Fahrrad zu fahren. Im Frühjahr begann ich erneut mit dem Training. Rad am Ring sollte dabei mein Ziel und die nötige Motivation sein, um wirklich dranzubleiben.
Die Vorbereitung blieb allerdings zu knapp. Ich hatte zu wenig trainiert und auch beim Gewicht veränderte sich kaum etwas. Trotzdem stand ich wieder am Start und absolvierte zehn Runden beziehungsweise 261 Kilometer.
Der neue Versuch
Jetzt starte ich einen neuen Versuch. Dabei geht es nicht ausschließlich um die 500 Kilometer. Zunächst möchte ich wieder fitter werden, regelmäßig Rad fahren und dabei auch das zusätzliche Gewicht verlieren.
Vor dem Beginn des aktuellen Trainings lag mein Gewicht bei 73 Kilogramm. Zum Vergleich: 2017 waren es beim Rennen 57 Kilogramm. Das ist heute kein festgelegtes Zielgewicht. Wenn ab April die längeren Trainingsstrecken beginnen, wird sich das Gewicht durch den steigenden Trainingsumfang voraussichtlich von selbst weiterentwickeln.
Die alten Radtrikots passen zwar noch – aber sie spannen inzwischen ganz schön. Auch das ist eine ehrliche Form der Standortbestimmung.
Was 2017 gefehlt hat
Im Rückblick war es nicht der eine große Fehler. Mehrere kleine und größere Entscheidungen haben zusammen die entscheidenden Kilometer gekostet:
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Ich hatte insgesamt zu wenig trainiert.
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In den flachen Abschnitten war ich zu langsam.
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Bereits am Anfang machte ich zu viele kurze Pausen.
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Meine größere Mahlzeit nahm ich am Samstag schon in der Dämmerung und damit zu früh zu mir.
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In der kalten Nacht sank mein Tempo zu stark.
Jeder einzelne Punkt kostete Zeit. Über 24 Stunden summierten sich diese Verluste. Am Ende fehlten 36 Kilometer.
Der nächste Angriff
Wenn ich einen Einzelstartplatz bekomme, möchte ich 2027 erneut beim Rad am Ring antreten. Dieses Mal soll die Vorbereitung strukturierter und konsequenter werden.
Dazu gehören:
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ausreichend Trainingskilometer,
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ein höheres und trotzdem dauerhaft fahrbares Tempo in der Ebene,
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gezieltes Training für Nacht und Kälte,
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eine feste Pausenstrategie,
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ein auf 24 Stunden abgestimmter Ernährungsplan.
Auf dieser Website dokumentiere ich den gesamten Weg: jede Trainingsfahrt, Fortschritte und Rückschläge, besondere Touren, Monatsrückblicke und die Entscheidungen, die mich Schritt für Schritt näher an das Ziel bringen.
500 Kilometer sind für mich nicht nur eine Zahl. Sie sind die noch offene Geschichte von 2017.
Die letzten 36 Kilometer fehlen noch.