Am Anfang fühlte sich die Tour noch überraschend gut an. Mit Rückenwind kam ich ordentlich voran und hoffte, die Strecke vollständig durchfahren und möglichst einen Schnitt von 25 km/h erreichen zu können. Nach der ersten Steigung ließ die Kraft jedoch deutlich nach.
An der zweiten Steigung wurde es richtig hart. Mein Puls war zu hoch, die Atmung nur noch ein starkes Hecheln. Irgendwann blieb mir nichts anderes übrig, als anzuhalten. Dieser Stopp war der prägende Moment der Tour – und gleichzeitig die endgültige Erkenntnis, dass mein ursprüngliches Ziel an diesem Tag nicht mehr erreichbar war.
Nach der Pause stieg ich wieder auf. Von da an ging es nicht mehr um Geschwindigkeit oder einen bestimmten Schnitt, sondern nur noch darum, irgendwie nach Hause zu kommen. Der Gegenwind machte den Rückweg zusätzlich schwer.
Auch körperlich hinterließ die Tour deutliche Spuren. Die Oberschenkel spannten, auf dem letzten Teilstück schmerzte der rechte Fuß und meine Hände schliefen ein. Besonders an der zweiten Steigung war ich sowohl mit der Atmung als auch mit dem Kreislauf ziemlich am Limit.
Mental war die Tour enttäuschend. Weder konnte ich die Strecke ohne Unterbrechung fahren, noch kam ich dem erhofften 25er-Schnitt nahe. Nach der Zahn-OP hatte ich gehofft, weniger Form verloren zu haben. Positiv bleibt an diesem Tag vor allem eines: Nach dem notwendigen Stopp bin ich wieder aufgestiegen und aus eigener Kraft nach Hause gefahren.