Es war die erste Tour nach meinem Krankenhausaufenthalt, bei dem ein Abszess behandelt und ein Zahn gezogen worden war. Entsprechend vorsichtig bin ich gestartet. Die wichtigste Frage lautete nicht, wie schnell ich fahren kann, sondern ob Zahn und Kiefer die Belastung mitmachen.
Natürlich ging es trotzdem gleich gegen den Wind. Als der Track unerwartet Richtung Hergershausen abbog, war mein Vertrauen in die geplante Strecke schnell dahin. Wegen eines Großeinsatzes von Feuerwehr und Rettungsdienst musste ich anschließend über eine Schotterpassage ausweichen – ebenfalls mit Gegenwind.
Danach folgten der wenig erfreuliche Radweg Richtung Dudenhofen und die üblichen Ortsdurchfahrten durch den Rodgau. In Rödermark wurde ich zudem von einem Fahrzeug abgedrängt. Die Tour blieb damit trotz flacher Strecke abwechslungsreicher, als mir lieb war.
Körperlich ging es insgesamt erstaunlich gut. Unterwegs machten sich zwar die Oberschenkel durch ein zunehmendes Spannungsgefühl bemerkbar, nach der Tour war aber alles in Ordnung.
Mental war es schwieriger. Mein Ziel war ein Schnitt von 25 km/h. Stattdessen schien die Anzeige dauerhaft bei ungefähr 23 festzuhängen. Wenn der gewünschte Schnitt trotz aller Anstrengung nicht näher kommt, arbeitet das irgendwann auch im Kopf.
Am Ende war die Geschwindigkeit jedoch nicht entscheidend: Zahn und Kiefer machten während der gesamten Fahrt keine Probleme. Genau das war die eigentliche Aufgabe dieser ersten Tour – und die wurde erfüllt.