Heute begann meine Serie: 100-mal den Otzberg hoch, bis Rad am Ring startet. Gegen 11 Uhr ging es los, bei stark bewölktem Himmel und für mein Gefühl ziemlich frischem Wetter. Ich war müde, und am Otzberg lief es deutlich langsamer als bei der Testfahrt. So richtig zufrieden war ich mit dem Anstieg noch nicht. Trotzdem: Die erste Auffahrt der Serie ist erledigt.
Hinter dieser Serie steckt ein klares Ziel. Ich möchte bei Rad am Ring 500 Kilometer in 24 Stunden schaffen. Mit 25 km/h Fahrschnitt wären das rechnerisch 20 Stunden auf dem Rad und vier Stunden Spielraum für Pausen. Deshalb ist der 25er-Schnitt auf jeder meiner Trainingsstrecken ein eigener Meilenstein – auch auf den Runden mit Anstiegen. Auf einer flachen Strecke erreicht zu haben, was hier noch fehlt, gehört für mich zu diesem Weg.
Der Otzberg ist dabei mein Trainingsberg für die Hohe Acht. Für mich liegt die Ähnlichkeit vor allem darin, dass der Anstieg zum Ende hin immer steiler wird. Genau das möchte ich wiederholt fahren. Bis Rad am Ring sollen 100 Auffahrten zusammenkommen; heute steht der Zähler bei eins.
Nach dem Otzberg kam die Tour besser ins Rollen. Nach der zweiten und dritten Steigung lag ich ungefähr bei einem 21er-Schnitt. Damit musste ich auf den letzten Kilometern nicht mehr verbissen versuchen, den Schnitt zu retten. Ab Münster fing es stärker an zu tröpfeln, und dazu kamen Böen, die mir ordentlich entgegenbliesen. 
Körperlich meldeten sich die Waden an verschiedenen Stellen. Nach der Tour waren die Beine unheimlich schwer, besonders die Außenseiten der Oberschenkel und die Waden. Mental war es dagegen ganz okay: Es lief, ich konnte Druck aufbauen und die Runde zu Ende fahren.
Noch nicht schnell genug – aber die Basis stimmt. Auf dieser Runde bleibt der 25er-Schnitt das nächste große Tempoziel. Otzberg 1 von 100 ist geschafft, 99 Auffahrten liegen noch vor mir. Ein müder Start und schwere Beine, aber der Anfang ist gemacht,