Ich hatte erst gar keine Lust. Aber ich muss ja trainieren, also ging es auf eine einfache Strecke: fahren und schauen, was passiert. Schon die ersten Kilometer waren zäh. Ich kam einfach nicht auf Tempo. Nach zwei Kilometern stellte ich dann fest, dass der Trittfrequenzsensor nicht funktionierte. Ich bekam ihn auch nicht mehr ans Laufen. Schlimm war das nicht, genervt hat es mich schon.
Mit jedem Kilometer wurde es schlimmer: die Beine, das Tempo, die Motivation. Nach fünf Kilometern war mir klar: Heute wird das nichts mehr. Egal, ich ziehe das durch. Ans Abkürzen habe ich schon scherzhaft gedacht, gefahren bin ich aber exakt die Strecke, die ich mir vorgenommen hatte.

Gestern eine Mörderfahrt in den Asphalt gebrannt, heute Chaos. Auf der flachen Strecke war ich langsamer als gestern. Vor vier Wochen bin ich diese Runde mit 25,7 gefahren. Dass es heute so viel schlechter lief, hat mich erschreckt und genervt. Wo soll das hinführen?
Dazu kam der Wind. Selbst wenn er mal von der Seite kam, fühlte es sich an, als käme er permanent von vorn. Für mich war es ein Mix aus schlechten Beinen und Gegenwind. Nach dem Absteigen war ich vor allem froh, dass es vorbei war. Die Beine fühlten sich danach eigentlich okay an.
Jetzt frage ich mich, ob die heutige Tour überhaupt einen Trainingsreiz gebracht hat oder ob ein Ruhetag besser gewesen wäre. Aus meinem Gefühl heraus wäre ein Ruhetag heute echt besser gewesen. Meinem Ich vor dem Start würde ich sagen: Bringt heute nix.
Alles für die Katz!