Wider Erwarten lief diese Runde richtig gut. Am Start fehlte die Motivation und die Luft fühlte sich sehr schwül an. Nach fünf bis zehn Kilometern war ich jedoch eingerollt und fand zunehmend meinen Rhythmus.
Das Tempo fühlte sich eher wie entspanntes Radreisetempo an. Selbst die Strecke zwischen Münster und Dieburg, die sonst nicht zu meinen Lieblingspassagen gehört, ließ sich diesmal relativ flüssig fahren. Danach kam der Flow.
Das wichtigste Ziel des Tages war klar: den Otzberg in einem Stück hochfahren. Genau das gelang. Der Training Song of the Day, „Port Royal“ von Running Wild, half dabei, den Anstieg durchzuziehen.
Unangenehme Situationen gab es unterwegs kaum. Der Abstecher hinauf zur Burg am Otzberg erwies sich allerdings als überflüssig: Baustelle, keine Aussicht und kein Abschnitt, der in der geplanten Route bleiben soll.
Nach der Tour waren die Beine leicht schwer, ansonsten fühlte sich der Körper ganz okay an. Garmin zeichnete 52 Kilometer, 500 Höhenmeter und eine Fahrzeit von 2:32:53 Stunden bei durchschnittlich 20,7 km/h auf. Die Temperatur lag im Mittel bei 27 Grad, mit Werten zwischen 24 und 30 Grad.
Neben dem geschafften Otzberg blieben zwei kleine Begegnungen hängen: ein Eichhörnchen am Berg und ein Reh in den Weinbergen. So wurde aus einer Tour, auf die ich zunächst keine Lust hatte, eine flüssige Fahrt mit Flow und einem klar erreichten Ziel.