Eigentlich hatte ich überhaupt keine Lust. Die Beine waren schwer, das Wetter nicht besonders einladend und Erwartungen hatte ich auch keine. Aber ich muss ja trainieren, also bin ich trotzdem los.
Schon auf den ersten 500 Metern ging es direkt gegen den Wind. Eine Qual. Mein erster Gedanke: Das wird heute lang. Und genauso fühlte es sich auch an. Jeder Tritt war mühsam, sogar bergab taten mir die schweren Beine weh.

Das Hauptproblem war der Wind. An den Steigungen ging es dagegen erstaunlich gut: Zwei von drei bin ich sogar schneller hochgefahren als bei meinem bisherigen Rekord. Groß nachgedacht habe ich dabei nicht. Einfach nur getreten. Trotzdem fühlte sich die Tour insgesamt schlecht an.
Gegen Ende kam noch ein leichter Krampf im hinteren linken Oberschenkel dazu, und auf den letzten Kilometern schliefen mir die Hände ein. Da war ich aber schon fast zu Hause. Also einfach weitergefahren.
Als ich endlich vor der Haustür stand, war ich vor allem froh, dass die Quälerei vorbei war. Die Beine waren danach immer noch schwer.

Für die Anstrengung heute hatte ich mir einen Beinhammer verdient.

Eine Quälerei die ganze Fahrt - muss auch mal sein!